Nun ist es wieder soweit mit der Panikmache - doch diesmal sind es Giardien.

Auf dieser Seite geht es mir darum, dass die Panikmache abnimmt - Züchter und Tierhalter aufgeklärt werden.

 

Das Wichtigste ist immer die VORSORGE : regelmässiges Entwurmen - und sofort den Arzt aufsuchen, wenn Durchfall drei Tage anhält... und man selber nicht helfen kann!

 

Achtung!!! Giardien liest man nicht irgendwo auf    !!!  

die tragen wir alle in unserem Darm mit uns!!

 

Zur ersten Beruhigung  möchte ich hier  das Wichtigste festhalten:

Wenn ein Tier stark Durchfall hat, Kot testen lassen und je nach Stärke des Befalls wird die  5 / 7  oder 10 Tages-Panacur/Metro-Kur gemacht mit:

 

                               Panacur:           5-7 Tage Panacur           ---   5-7 Tage Pause   ---    5-7 Tage Panacur,

                                      oder:          5-7 Tage Metronidazol    ---   5-7 Tage Pause   ---    5-7 Tage Metronidazol,

Unser Tierarzt empfiehlt:        10 Tage Metro... dann sollten die Parasiten ausgerottet sein.

 

 Eintrag am: 24. Aug. 2011:

 Metronidazol wird unter dem neuen Namen weiter hergestellt. Es heisst nun: Flagyl, Wirkstoff und Dosierung

 sind dieselben.

 

Dies hilft in jedem Fall so, dass der Darm-Haushalt wieder normal funktioniert - wenn das Problem Giardien sind!

Dabei ist es auch nicht notwendig den Kot von jedem Tier testen zu lassen.  Wichtig ist aber bei jedem Tier, welches Durchfall hat (oder dünneren Kot), die Kur zu machen - und, wenn das Entwurmen sowieso wieder fällig ist, ist es ratsam und unkomplizierter, gleich bei allen die Kur zu machen.  Panacur oder gleich Metro/Flagyl - es hat ja die selbe Wirkung (wenn Verdacht auf Giardien).

 

Der Kot einer Katze sollte immer fest sein, sonst stimmt was nicht.

 

Auch der Kot eines Katzenkindes muss fest sein, wenn ich ein Kätzchen in sein neues Heim abgebe.

Denn: Besitzerwechsel / neue Töne / neue Umgebung / fremde Leute / der neue Besitzer meint es gut, und füttert ein anderes, als das gewohnte Futter... / dies alles kann den Kot schnell dünner machen - es bessert aber auch gleich wieder, wenn die Katze gesund war.

       

         

Nun, woher kommen denn diese Giardien-Monsterchen so plötzlich? 

 

Zum ersten, sind Giardien nichts neues! Diese machten es sich schon bei den Dinosauriern gemütlich. Jedoch, wie unsere Archäologen herausgefunden haben, kann das Aussterben der Saurier nicht auf die Giardien zurückgeführt werden!  Soo gefährlich sind die also nicht - diese kleinen Darmschmarotzer, welche ihr Nest immer wieder finden.

 

Die nächste Frage ist:   Wer hat Giardien oder, bei wem nisten sich denn Giardien ein?

Die Antwort bekam ich von meinem Tierarzt !

 

ALLE  Fleischfresser schleppen die mit sich rum.  ! ALLE !  Ja, ja, auch Sie, lieber Leser! Ausser Sie sind Vegetarier - und natürlich auch jene Tierärzte, welche so schön Panik unter den Tierbesitzern verbreiten, mit:

 

"Oh je, ihr Tier hat Giardien !!!  Und, Sie sind auch noch Züchter?! Oh Schreck! Da gibt es nur eines: Zuerst mal ALLE Tiere testen lassen  (ein Test 40 Franken) - danach alle Tiere einer totalen Wurmkur unterziehen (Dauer : Fünf Wochen - mit Nachbehandlung bis drei/vier Monate).  Danach wieder alle Tiere testen lassen...! Neben der Wurmkur dann, ist es sehr wichtig, sie kaufen sich ein Haushalts-Dampfreinigungs-Gerät. Mit dem dampfen Sie jeden Tag Ihre gesamte Wohnung ab! Jede Ecke, den Katzenbaum, auch die Wände, (Tapeten?!) das Sofa  (bis es sich auflöst?)  - denn,  diese Giardien sind absolut gefährlich und hartnäckig! Diese scheiden Kapseln aus, welche ausserhalb des Darms bis zu 4 Monaten überleben können!" 

(Man bedenke auch: Giardien lieben es feucht - je mehr gedampft wird - um so wohler fühlen sich die Schmarotzer - auch in der Wohnung!)

 

Man könnte wirklich meinen, dass da einige Tierärzte Provision auf Dampfgeräte haben.  Es kann ja nicht schaden, so ein Gerät zu besitzen - ich habe ja auch eines.  Aber nur gegen ein paar Giardien-Kapseln...???!!! Sicher nicht!

Diese Haushaltsdampfgeräte haben mich dazu bewogen diese Seite zu schreiben - der Stress damit ist einfach zu gross - und ein Besitzer der Stress hat, versetzt wiederum das Tier in Stress. Eine sachliche Antwort eines Tierarztes wäre eine grössere Hilfe.

 

Hier kommt schon die Frage auf:

Ist diese 'Dampf-Empfehlung'  ein Scherz, der aus der Studentenzeit in die Praxis mitgeschleppt wurde? oder: Kommt das von einem Professor, der seinen 'Azubis' wirklich weis machen wollte: "Dampfgeräte helfen gegen Giardien!"    Und die haben das noch geglaubt?!!!

Wenn dieser Professor dies ernst meinte, bin ich mir sicher, dass er keine Tiere hält und gegen seine eigenen Giardien besucht er wohl täglich seine Sauna - man kann nur hoffen, bei 60°! Ein Dampfgerät hat der aber noch nie selber bedient - schon gar keine  4 Monate lang!

 

Als ich hörte, wie sich die erste Züchterin abrackerte (mir war das völlig unverständlich) und mit ihrem Dampfgerät nervlich im roten Bereich drehte -  habe ich mal meinen Tierarzt gefragt. Ich habe ihm aber gleich beteuert, dass, wenn eine unserer Katzen mal Giardien hätte, ich dann keinesfalls täglich alles abdampfe!! Zuerst hat er erstaunt geschaut (er dachte wohl: 'Dampfen?! Die spinnen die Züchter?!')  dann hat er leicht gelächelt, sich mal vorerst ein Grinsen verkniffen und seinen Kopf geschüttelt.

Wir kamen beide auf das selbe Ergebnis:

Für irgendwas muss die 5 - 5 - 5  oder  7 - 7 - 7  Panacur-/Metronidazol-Tageskur doch nütze sein! Dabei mit dem Dampfgerät die Wohnung unter Wasser setzen, gleichzeitig eine Schimmelkultur züchten, weil man im Stress zu wenig lüftet...! trägt weder zum Wohnkomfort bei, noch ist es gesundheitsfördernd.

Was einige Tierärzte bei Giardien-Vorkommen sonst noch alles "verschreiben" - mir graust es!  Alle Katzen-, Hunde-Liegeplätzchen und die eigene Kleidung müssen mit 60 ° gewaschen werden, täglich  !!!  ob sauber oder schmutzig!  /  sich selber soll man auf "steril" umkleiden nach dem Putzen...!!! auch täglich  !!!  und dies 4 Monate lang!!??

Ob diese Ärzte nach jedem Patienten wohl den Arztkittel wechseln...???

 

Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass diese Ärzte nur Züchter kennen, bei denen es zu Hause nur so von Bakterien, Giardien, Viren und sonstigem  wimmelt, dann könnte ich die Ärzte ja noch verstehen - mit ihren Dampf-Drohungen. Es gibt aber auch saubere Katzenbesitzer/Züchter.

Diese drei Dampf-Opfer, von denen ich schreibe, kenne ich persönlich,  da ist die Wohnung seeeehr sauber!

Wird uns doch tatsächlich empfohlen, bei Giardien jeden zweiten Tag Staub zu saugen!?  Ich sauge täglich, auch ohne Anweisung und ohne Giardien!  - und danach  wird nass aufgewischt! (ich muss, ich halte Kater frei in der Wohnung...)

 

Sind Giardien eine neue Sorte Darmbewohner? Nein!

Es handelt sich bei den Giardien immer noch um die gleichen Schmarotzer, wie vor 20, 50, 70 und mehr Jahren, dem Züchter geläufiger als : 'Würmer oder Parasiten'.  Wir sagten damals auch nur ganz einfach: Durchfall! Zur damaligen Zeit gab es auch noch keine Haushalts-Dampfgräte und wir haben trotzdem alles überlebt! Welch Wunder! Was müssen wir für Helden sein!

 

Wie machte man diesen Würmern/Parasiten früher den Garaus?

Früher liess man den Kot der Katze, wenn sie Durchfall hatte, einfach mal so nach 'Würmern/Parasiten' untersuchen (im Labor). Es war ein zeitaufwendiges, teures Verfahren. Man hatte nicht nur, wie ich dachte,  auf Würmer,  sondern auch auf Giardien untersucht. Doch seit fast zwei Jahren gibt es nun einen speziellen und einfachen Test - den Giardien-Test.  Man bringt dem TA den Kot, der steckt ein Stäbchen hinein und nach kurzen Sekunde/Minuten ist festgestellt, wie gross der  Anteil  von Giardien ist - ob  zuviele  Giardien vorhanden sind. Gleichzeitig mit diesem Test wurde der Namen dieser Monsterchen bekannt - und bei dem Wort Giardien steigt beim Züchter der Adrenalinspiegel! Wen wundert's, wenn der Tierarzt mit dem Dampfgerät droht!!

 

Wir entwurmen alle unsere Kitten einmal mit Panacur - einmal mit Milbemax. Ich habe es ja gut gemeint und dies einem Käufer aufgeschrieben. Er hat es  seinem Tierarzt mitgeteilt, was ja in Ordnung ist - wohlverstanden, das Tier war gesund - es war einfach zur Information für den Arzt.

 

Tierarzt:   "Warum hat die Züchterin mit Panacur entwurmt?!? Hat die einen 'Giardien-Auscheider' in der Zucht?!?"  (ein Giardien-Ausscheider ist ganz einfach ein Tier, welches gerade Durchfall hat und, bei dem schon etwas zuviel Giardien enthalten sind.)

!!!  Das hatte ich nun davon  !!!

Und, die neuen Besitzer hatten Panik... das bringe vier Monate Dauerstress und, sie haben sich auch schon nach einem Dampfgerät umgeschaut !!! (obwohl der Kot fest war, bei ihren Tieren!) an der Dampfgerät-Provision muss einfach was Wahres dran sein...!!!

 

Tierärzte, welche es auf Züchter und Besitzer abgesehen haben, mit ihrer Dampf-Theorie, die gibt es von Berlin bis in die Schweizer-Alpen. Sie haben noch nie was gehört davon, dass viele Züchter und Katzenhalter die Babys mindestens seit zwanzig Jahren ausschliesslich mit Panacur entwurmen!!

Und dies dürfte ja, bei einem Katzenkind, für eine optimale Vorsorge helfen.

Erst vor 6 Jahren haben wir von einem anderen (es gibt verschiedene) Entwurmungs-Mittel erfahren, von Milbemax. Dieses ist einfacher zu geben - eine einmalige Gabe. Doch Milbemax hilft nicht gegen Giardien - killt aber andere Würmer, gegen die Panacur nicht wirkt.

Da eine einmalige Gabe mit Milbenmax einfacher zu geben ist, wird wohl eher diese Entwurmungs-Pille verabreicht. Mit Panacur hat man früher aber jahrelang gleichzeitig etwas gegen Giardien unternommen - ohne sich dessen bewusst zu sein!

Deshalb werden bei uns die zwei Entwurmungen, einmal/zweimal mit Panacur, einmal mit Milbemax, vorgenommen. Wir tun unser Bestes an Vorsorge, doch eine solche Aussage von einem Tierarzt kann 'neue Katzen-Eltern' ganz schön in Panik versetzen.

 

Hier kurz die Story mit unserem ersten Katzenkind überhaupt, unserem Phillipp - vor fast 20 Jahren:

Am ersten Morgen hat er seinen "Brei" gemacht und so kräftig zugescharrt, dass die halbe Toilette unter Kot stand. Wir haben es überlebt, ohne Dampfgerät!!!

Dann ging es zum TA, weil wir ja keine Erfahrung mit Katzen hatten - 4 Wochen dauerte das Elend. Pouletfleisch selber kochen, mit Reis (Reis machte bei ihm wieder "Brei", denn, Giardien lieben Getreide!)  / dann nur Trockenfutter  /  irgendwann auch mal drei Tage Panacur-Entwurmung  /  Kohle und sonstige Tabletten...  / der Aushilfsdoktor versuchte es mit Homöopathie  /  mit irgendwelchen Wässerchen... aber kein Abdampfen! (zum Glück gab es die Geräte damals noch nicht!)  bis der Arzt sagte: "Metronidazol, ein schwaches Antibiotikum, welches nur im Darm wirkt."    Es wirkte!!

Drei Tage später war Phillipp gesund! Das war meine Erfahrung mit Metronidazol - und - die hab ich mir gemerkt. Diese Pillen hatte ich immer als Notvorrat zu Hause.

Dieses Medikament hilft also auch gegen Giardien und, wenn die Wurmkuren nicht 'TOP' helfen - mit Metro... hat man alles schnell im Griff - auch ohne Abdampfen!!!

 

Wie verhalten sich die Giardien:

Sie leben im Darm, fühlen sich da pudelwohl, scheiden Kapseln aus, aus denen die jungen Giardien 'schlüpfen' welche sich auch wieder im Darmdreck suhlen und sich pudelwohl fühlen. Plitsch-platsch...

 

In einem gesunden Darmhaushalt reguliert sich die Giardien-Menge automatisch!!!

Der feste Kot schliesst die meisten Giardien und Kapseln ein, sie werden als 'Gesamt-Paket' entsorgt und hinterlassen auch eine 'saubere' Darmwand. Nicht so bei Durchfall. Da flutscht so manches durch und so vieles bleibt hängen... die Giardien haben 'freie Fahrt' zur Vermehrung.

 

Bei einem geschwächten Tier, wo der Darmhaushalt nicht mehr optimal funktioniert (also bei längerem Durchfall), können die Giardien überhand nehmen.  Bei Durchfall kommt es ja vor, dass die Katze sich den Hintern säubert und zum Teil die Kapseln wieder aufleckt, welche sich im Darm wieder öffnen. Auch der Rand des Katzenklos kann mit Kot verschmiert sein. Auch andere Katzen können da und dort mal eine Kapsel erwischen. Nur: Für eine gesunde Katze ist das kein Problem! Weil ihr Darmhaushalt optimal funktioniert!

 

Was macht der Mensch, wenn er mal das 'Scheisserchen' hat?

Zwieback, Bananen, Schwarztee... wir rennen ja auch nicht gleich zum Arzt und legen uns auch nicht ins Seuchenzelt   !! von wegen 'hoch ansteckend' und 'alles desinfizieren'! und womöglich noch 'alles abdampfen'...?  Haben wir Menschen Giardien, gibt es auch Metro. Ist es ein Infekt, gibt es Antibiotika. So einfach ist das.

 

Nun wird gesagt, dass diese Kapseln, ausserhalb des Darmes, bis zu vier Monaten überleben. Wo?

 

Am Kistchenrand?

Da ist der Züchter wohl gefragt, dass er täglich öfters mal nachschaut, den Kot entsorgt und den Rand säubert, wenn er weiss, dass eine Katze Durchfall hat - das macht man einfach.

Dass er einmal wöchentlich den Sand wechselt und das Klo desinfiziert, sollte klar sein (ist bei uns aber Standard - macht im Jahr über Fr. 2000 für Sand). Das Einstreu sollte zumindest in der Zeit noch öfters gewechselt werden, da wo ein Tier starken Durchfall hat - oder durch Test nachgewiesen Giardien  hat. 

Im Sand?

Da ist es den Kapseln nicht mehr wohl, denn sie werden vom Klumpstreu, welches pappt, sofort 'angesogen' und entkommen nicht mehr, so winzig wie die sind. Bei unserem Sand ist auf der Packung sogar vermerkt: ... und bakterienbindend, Betonung auf ...bindend!

Auf dem Sofa?

Wenn eine Katze mal Durchfall hat: Wechsle ich das Tuch, putze Flecken weg, mache auch den Hintern der Katze sauber... bei uns haben es die Kapseln schwer, weil ich ihnen das Leben zur Hölle mache. Wenn die Kapseln Beine hätten und könnten, würden die bei uns von selber abhauen - ohne Dampfgerät!

 

Was passiert, wenn man entwurmt?

Mit der ersten Gabe wird die grosse Masse schon mal gekillt, vergiftet. Früher oder im Normalfall hiess/heisst es: Drei Tage Panacur - das genügt. Nach drei Tagen dürfte das Tier schon mal keinen Durchfall mehr haben.  Also bleibt nachher der Rand des Klos sauber und auch sonst, da wo die Katze sich hinlegt, werden nur sehr wenige Kapseln zurückbleiben - wenn überhaupt.

Nach  7  Tagen Medikamente - 7 Tage Pause,   killt man mit der zweiten 7 Tages-Kur die letzten geschlüpften Giardien, welche sich noch nicht vermehrt haben - und denken wir daran, der Kot ist schon lange fest! 

Das sind im Gesamten etwa drei Wochen - und die armen Züchter oder Besitzer werden dazu verurteilt, drei/vier Monate lang alles abzudampfen!? Da müsste man direkt Schadenersatz anfordern... :-)

 

Ach ja, noch ein paar Gedankengänge, die kann ich mir leider nicht verkneifen:

Haben die Tierärzte mit ihrer Dampf-Empfehlung, nach ihrem eigenen 'grossen Geschäft' ein Dampfgerät zur Hand, nach dem Motto: 'Allzeit bereit'? Händewaschen mindestens bei 60°... ?

Was machten da wohl die Höhlenbewohner vor tausenden von Jahren... und - was macht die Menschheit heute weltweit ? Wie man sieht, vermehrt die Menschheit sich trotzdem rasant, ohne von Giardien oder rumkullernden Kapseln in unseren Wohnungen übermannt zu werden!

 

Das Wichtigste ist:

Wenn wir Katzen-Hundehalter aufmerksam sind und darauf achten, dass Durchfall sofort behandelt wird, werden Giardien gar nicht überhand nehmen können. Einem verantwortungsbewussten Züchter ist jedes Scheisserchen ein Alarmzeichen. Wenn Käufer wüssten, wie uns die kleinsten Scheisserchen auf dem Magen liegen....!!!  Wir müssen da sofort handeln - wir haben keine Zeit für viermonatiges Abdampfen! Wir müssen oder möchten uns auch unseren Katzen widmen - ohne Dampfdüse im Schlepptau! Wenn Mensch und Tier sich in einer nicht abgedampften, einigermassen sauberen Wohnung wohl fühlen, watet man nicht durch ein Meer von Giardien-Kapseln - wenn auch mal ein Scheisserchen mit Giardien vorhanden war oder ist!

 

Also, man frage sich: Warum hat meine Katze das Scheisserchen?

Wurde das Futter gewechselt / hat sie was verbotenes genascht /  verträgt die Katzenmama kein Kitten- Nass- und Trockenfutter  /  ist das Katzenkind im 5./6. Monat, also im Zahnwechsel  / hat sie eine Magen-Darmgrippe mit Fieber  / ist es einfach nur Stress / eine Vergiftung / oder könnten es Würmer oder Parasiten sein?

Bei Verdacht auf normale Würmer, z.B.:  Milbemax, eine einmalige Gabe.

Bei Verdacht auf wenige Parasiten/Giardien:   drei Tage Panacur.

Wenn Letzteres noch nicht ganz geholfen hat (nach Abklärung mit dem Tierarzt - wenn man keine Erfahrung hat!)  5/7 Tageskur mit Metronidazol oder gleich 10 Tage, dann sind die Viecher ausgerottet.

Und natürlich: Bei einem schweren Fall zuerst abklären ob es Giardien sind - und dann immer sofort mit Metronidazol behandeln (nicht lange herumdoktern mit Panacur) sondern gleich eine volle Kur machen.

Danach das Tier nach der Kur nochmals testen lassen.

 

Die  VORSORGE ist wichtig. In keinem dieser Fälle wird aber das Dampfgerät helfen.

Noch was: Die Metronidazol-Pillen sind total bitter. Man sollte sie dem Tier, so gut es geht, weit hinten in den Hals legen! Und gleich etwas Wasser aus der Spritze ins Mäulchen geben - der Schluckeffekt - so rutscht die Pille gleich runter.

 

Natürlich werde ich unsere Babys weiterhin mit Panacur und Milbemax entwurmen. Metronidazol, wenn es mal notwendig ist.  Meine Dampfmaschine wird sicher nicht nur speziell gegen Giardien-Kapseln eingesetzt, sondern ausschliesslich gegen normalen Hausdreck - wenn da nebenher aber auch mal eine Kapsel gekillt wird, ist dies ein super Nebeneffekt. 

Und: Ich werde auf jeden Fall weiterhin  die Ruhe bewahren, wenn ich was von Giardien höre.

 

Eine weitere Züchterin, welche auch durch ihren Tierarzt der Panik verfallen ist - also  verurteilt wurde, alles bei 60° zu waschen, und natürlich alles abzudampfen... :

Sie sagt heute lachend:  "Red mir nicht mehr von Giardien!!  Seit wir den Tierarzt gewechselt haben, haben wir nur noch gesunde Katzen - und sind glücklich." Eine ihrer Katzen war stark befallen von Giardien - schlussendlich hat Metronidazol geholfen. (Schuld daran war übrigens der Zimmerbrunnen, von dem die Katzen Wasser tranken. Bei dem wurden neue Pflanzen eingesetzt  - und -  damit wurden Giardien eingeschleppt und von der Katze immer wieder aufgenommen).

 

                              ???   Pflanzen  ???

 

... und da kommen gleich die nächsten Gedanken... unser gesamtes Gemüse..., um welches die 'Giardien-Kapsel-Verschlepper' schleichen... Katzen, Hunde, Igel, Schnecken, Fliegen... ob da einige Tierärzte wohl ihren Kopfsalat abdampfen, bevor er in die Salatsauce gegeben wird...?! Und die leckeren Erdbeeren... die werden nur kalt abgespült... !!!  Im Normalfall überleben wir das alles.

 

Bei Befall von Giardien: Metronidazol mit 5 Tagen Pause dazwischen, dürfte nützlicher sein (günstiger und vor allem stressfreier) als 3 bis 4 mal den Giardien-Test für jede Katze und das ganze Waschen und Abdampfen! Und, ein Tierarzt, mit praktischem Verstand, klarer Antwort und vernünftiger Einstellung (der nicht mit Dampfgeräten droht!)  kann auch Wunder bewirken - sind wir doch vom Scheisserchen alleine und von der Angst um unsere Lieblinge schon genug gestresst!

 

Auch ich habe mir etwas gemerkt:

Dass ich den neuen Besitzer intensiver darauf aufmerksam machen werde,

dass das regelmässige Entwurmen, also die Vorsorge, wichtig ist - vor allem mit Panacur.

 

Ich wünsche allen viel Glück - und einen Tierarzt wie der unsere - der mit beiden Beinen in der Realität steht - der sachlich bleibt - und mit dem man ein Krankheits-Problem auf einer vernünftigen Basis besprechen kann.

 

Bericht: Silvia Klaus, Juni 2010

Diese Seite ist den Tierbesitzern gewidmet, welche panische Angst vor Giardien haben.

 

Die ganze Problematik möchte ich gerne  'unwissenschaftlich' angehen - so eher mit Logik und gesundem Menschenverstand - aber auch mit der Information unseres Tierarztes.

Bis vor wenigen Jahren war es  die Panikmache um FIP. Zuerst wurden alle Tiere  in einer Zucht eingeschläfert, auch die gesunden, weil man den Krankheitsverlauf nicht kannte. Man dachte, FIP sei hoch ansteckend.  Später hat man dann alle Tiere (auch die gesunden in einer Zucht) nur noch kastriert, weil es keine ansteckende Krankheit ist.

Dann gab es den FIP-Test. Natürlich war man kein guter Züchter, wenn man nicht bei jedem seiner Zuchttiere den FIP-Test machen liess - und natürlich - mussten dann auch alle Tiere gegen FIP geimpft werden. Heute wissen alle Tierärzte, dass es gegen FIP keine Hilfe gibt und eine  Impfung gegen FIP nichts nützt. Alles über FIP unter FIP Artikel no.1  und  FIP Artikel no.2